Gartenbegehung

Der Vorstand ist vom Gesetzgeber verpflichtet jährlich eine Gartenbegehung in unserer Anlage (beide Blöcke) durchzuführen. Das Ziel der Begehung ist, darauf zu achten, dass unsere Anlage den Anforderungen der Gartenordnung der Stadt Köln und dem Kreisverband Kölner Gartenfreunde entspricht, damit uns der Status der Gemeinnützigkeit nach §2 des Bundeskleingartengesetzes nicht verloren geht. Wird die Gemeinnützigkeit angezweifelt oder gar aberkannt kann das zur Kündigung der Pachtfläche und damit zur Auflösung des Vereins führen. 

 

Um bei der Begehung allen Pächtern gleichermaßen gerecht zu werden, richten wir unser Augenmerk gezielt auf eine vorher festgelegte Mängelliste. Dadurch können jedoch andere, nicht weniger bedeutsame Auffälligkeiten aus dem Focus geraten. Ich weise hier dringend auf die Einhaltung der Bestimmungen aus dem Pachtvertrag und der Gartenordnung hin. 

 

Bei der Begehung haben wir eine so genannte Bestandsaufnahme der einzelnen Gärten durchgeführt und bis auf wenige Ausnahmen, die einzelnen Pächter auf die Konsequenzen ihres Fehlverhaltens und bei konstanter Missachtung der Regeln hingewiesen. Im Einzelfall wurden mündliche Verwarnungen ausgesprochen. 

 

Diese Freiheit können wir uns auf Dauer nicht leisten. 

 

Zum einen arbeitet der Kreisverband Kölner Gartenfreunde zusammen mit der Stadt Köln an einer Neuauflage der Gartenordnung, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Verschärfung der Regeln beinhaltet. 

 

Zum anderen geraten wir immer stärker in den Blickwinkel der Politik. Kleingartenflächen bebauen zu wollen, um mehr öffentlich geförderten Wohnraum zu schaffen ist nur ein Beispiel. 

 

Um die Anforderungen, die an uns als Vorstand gestellt werden zu erfüllen, versuchen wir die gewonnene Erfahrung mitzunehmen, um unsere Arbeit zu verbessern und anzupassen.  

 

 

Mit freundlichem Gartengruß

Der Vorstand 

 

 

Zusammenfassung

Unter Einhaltung der, im Rahmen der aktuell gültigen Fassung der Coronaschutzverordnung und der sich daraus ergebenen Hygiene und Abstandsregeln, wurde am Samstag, dem 13.6.2020 die Gartenbegehung in Block II durchgeführt. Beginn war 9:00 Uhr ab Garten 34-100. Von insgesamt 67 Gärten konnten 64 Gärten begutachtet werden, von denen 11 Gärten bemängelt worden sind und eine mündliche Verwarnung ausgesprochen wurde. Bei 4 Gärten fand am 15.8.2020 eine Nachbegehung statt, von denen immer noch zwei nicht zugänglich waren.

 

Am Samstag, dem 20.6.2020 fand die Gartenbegehung in Block IV statt. Beginn war 9:00 Uhr ab Garten 101-186. Von den insgesamt 82 Gärten konnten 79 Gärten begutachtet werden, von denen 17 Gärten bemängelt worden sind und eine mündliche Verwarnung ausgesprochen wurde. Bei drei Gärten fand am 15.8.2020 eine Nachbegehung statt, von denen immer noch einer nicht zugänglich war.   

 

Pflegerische Rückstände im Garten, sowie die Pflege der Wege der Kleingartenanlage waren bei der Beanstandung prägend.

 

Es stellte sich heraus, dass bei vielen Pächtern eine große Unsicherheit bei der Einteilung der Nutzfläche besteht, sowie über die Zuständigkeit der Pflege der Gemeinschaftswege.

 

Die nicht erwerbsmäßige gärtnerische Nutzung ist ein zentrales Merkmal des Kleingartens. Sie umfasst die Erzeugung von Obst, Gemüse und anderen Früchten und steht bei der Nutzung der Parzelle im Vordergrund. Die Erholungsfunktion des Kleingartens ist sowohl die gärtnerische Betätigung als solche, als auch Ruhe und Entspannung.

 

Die Wege der Kleingartenanlage sind von den anliegenden Pächtern je zur Hälfte in Ordnung zu halten. Soweit die Pachtgrundstücke an öffentlichen Straßen und Wegen oder an Wegen der Kleingartenanlage liegen, obliegt dem Pächter die Reinigungspflicht, sowie die Pflege und Unterhaltung des Begleitgrüns. 

 

 

Mit freundlichem Gartengruß 

Der Vorstand