Wir über uns

Der Kleingartenverein Buchforst, wurde 1920 ganz im Sinne der damals aufkommenden Schrebergartenbewegung gegründet.

 

"Schrebergarten" - was ist das eigentlich? -

 

Die Bezeichnung geht zurück auf Dr. med. Daniel Gottlob Moritz Schreber (15.10.1808 - 10.11.1861). Er war jedoch nicht der Erfinder der Schrebergartenbewegung sondern nur der Namensgeber.

In der Zeit der Industrialisierung wollte er vor allem Grünflächen fördern und den Kindern
Freiräume schaffen, die als Spielplatz dienen würden und die so ihrer Gesundheit förderlich sein könnten.

Sein Schwiegersohn, der Schuldirektor Dr. Dr. phil. Ernst Innocenz Hauschild, war es, der 1864 - drei Jahre nach dem Tode von Dr. Schreber - mit über 250 Männer und Frauen aus dem Bürgertum in Leipzig den "Schreberplatz" anlegte, um Schrebers ungewöhnlichen Wunsch nach kindgerechten Spiel- und Turnplätzen Nachdruck zu verleihen.

Eigentlich ein Schulverein, der in Zusammenarbeit mit den Eltern seiner Schüler entstanden ist, wollte man ihn aber weder Schul- noch Erziehungsverein taufen und so benannte man ihn zu Ehren des Verstorbenen Schreber.

Ein Lehrer namens Heinrich Karl Gesell war es dann, der an diesem Platz Gärtchen anlegte, in denen Kinder das Gärtnern lernen sollten. Doch weil diese bald die Freude am Gärtnern verloren, war die Anlage schnell von Unkraut überwuchert und so griffen die Eltern selbst zu Hacke und Spaten. Aus den "Kinderbeeten" am Rand der "Schreberschen" Spielwiese wurden "Familienbeete", die man später parzellierte und umzäunte. Ab jetzt nannte man sie "Schrebergarten"! Diesen Akt könnte man als Geburtsstunde des Kleingartens bezeichnen. 1870 gab es in der Anlage bereits 100 Gärten.